betajudo
Beta cell function in Juvenile Diabetes and Obesity, kurz BETA-JUDO, ist eine Studie zur Fettleibigkeit und Diabetes mellitus Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen

BETA-JUDO ist zunächst Grundlagenforschung: Ein interdisziplinäres Team aus sechs europäischen Ländern (Schweden, Luxemburg, England, Deutschland, Schweiz, Österreich) erforscht  mit Fokus auf Bauchspeicheldrüsen- (Beta- Zell)-Biologie, Transkriptions- und Protein- Profiling, Genetik, Epidemiologie und Bioinformatik die Problematiken und Besonderheiten von Fettleibigkeit und Diabetes mellitus Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren. Dabei kommen gezielte therapeutische Ansätze wie beispielsweise intensive Lebensstilschulungen und Medikamente zum Einsatz. Darüber hinaus wird es spannend sein zu beobachten, ob ein frühzeitiger Therapiebeginn – bevor sich gravierende Probleme im Erwachsenenalter einstellen – Vorteile für betroffene Kinder und Jugendliche bringt. Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde des Universitätsklinikums Salzburg ist eines von drei europäischen Studienzentren und dabei mit der Koordination und Durchführung wesentlicher Studienteile betraut.

Die von der EU im Zuge des „7. Rahmenprogrammes“ mit knapp neun Millionen Euro co-finanzierte Studie BETA-JUDO zielt zum einen darauf ab, das wachsende Problem der Adipositas im Kindes- und Jugendalter auf mehreren Ebenen zu erforschen. Denn die World Health Organization (WHO) stuft dieses mittlerweile als Pandemie ein. Außerdem sollen neue Ansätze für Therapien entwickelt und den Kindern und Jugendlichen eine Chance auf eine gezielte Behandlung  gegeben werden. Um dieses Ziel zu bewältigen, wurde ein interdisziplinäres und internationales Team zusammengestellt, das aus pädiatrischen Adipositaszentren und zahlreichen wissenschaftlichen Instituten und Forschungsgruppen besteht. Weiters wirken auch zwei Unternehmen (KMUs), die sich auf die Erforschung von Biomarkern und klinische Forschung spezialisiert haben, und eine große Pharmafirma mit.

BETA-JUDO ist gleichzeitig auch konkret anwendungsbezogen: Kinder, Jugendliche und ihre Familien profitieren direkt. Dozent Dr. Daniel Weghuber, Oberarzt an der Salzburger Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde ist Studienleiter in Salzburg: „Unser Hauptziel ist es verschiedene Behandlungsmethoden zu überprüfen und neue Strategien zu entwickeln. Dabei verschmelzen einerseits klinische, patientennahe Forschung und andererseits Grundlagenforschung z.B. durch die in vitro-Untersuchung von menschlichen Bauchspeicheldrüsenzellen miteinander. Es ist uns wichtig der Öffentlichkeit zu vermitteln, dass in BETA-JUDO Grundlagenforschung und konkrete Anwendung des erworbenen Wissens bei betroffenen Kindern und Jugendlichen Hand in Hand gehen. Der primäre Fokus liegt hier bei den Kindern bzw. Jugendlichen und ihren Familien. Wir verfolgen ein ambitioniertes Ziel: Forschung auf höchstem Niveau, von der auch österreichische Kinder und Jugendlichen direkt profitieren.“

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